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Schädlinge der Biene
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Schädlinge der Biene

Die Varroamilbe und andere Gefahren – Erkennen, vorbeugen und behandeln.

Die Varroamilbe – Feind Nummer eins

Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist eine ca. 1,1 mm lange und 1,6 mm breite Milbe, die Honigbienen als Wirt parasitiert. Der Befall wird als Varroose bezeichnet. Varroa destructor gilt weltweit als der bedeutendste Schädling der Honigbiene und ist in fast allen Bienenvölkern Europas präsent.

Varroamilbe stark vergrößert – zum Vergrößern klicken

Unbehandelt tödlich

Unbehandelte Völker kollabieren in der Regel etwa 3–4 Jahre nach der ersten Infektion. Ohne regelmäßige Behandlung gibt es keine Überlebenschance.

Lebenszyklus und Entwicklung

Die Milbe parasitiert sowohl Brut als auch adulte Bienen. Weibliche Milben kriechen kurz vor der Verdeckelung in die Brutzelle, verstecken sich im Futtersaft und legen nach der Verdeckelung Eier ab – etwa 5 Eier in Arbeiterzellen, bis zu 6 Eier in Drohnenzellen. Die Männchen befruchten die Weibchen innerhalb der Zelle; nur befruchtete Weibchen verlassen die Zelle mit der schlüpfenden Biene.

Drohnenbrut wird bevorzugt befallen, da die längere Entwicklungszeit mehr Nachkommen ermöglicht. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt zwischen Bienen sowie beim Räubern und Schwärmen.

Der braune Punkt im Pelz der Biene auf dem Titelbild ist eine Varroamilbe – für das bloße Auge kaum erkennbar, für das Bienenvolk jedoch existenzbedrohend.

Behandlungsmethoden

Imker setzen auf natürliche organische Säuren und ätherische Öle – alle kommen in Natur und Tierstoffwechsel vor, es entstehen weder Resistenzen noch Honigrückstände:

Ameisensäure

Sommer (mit Brut)

flüssig, wasserlöslich

Verdunstet langsam über mehrere Wochen und wirkt auch in verdeckelter Brut. Anwendung z.B. über MAQS oder Nassenheider-Verdunster.

Milchsäure

Sommer, vor der Brut

Racemat, wasserlöslich

Direktes Einsprühen auf die Bienen. Wirkt nur auf adulte Milben, nicht in verdeckelter Brut.

Oxalsäure

November – Dezember (brutfrei)

fest, bis 10 % löslich

Sehr effektiv bei brutfreien Völkern. Anwendung durch Einträufeln oder Verdampfen. Hohe Wirksamkeit bei korrekter Dosierung.

Thymol

Spätsommer, 15–25 °C Außentemp.

ätherisches Öl (Thymian)

Verdunstet langsam im Stock, wirksam bei Brut und adulten Bienen. Erfolg abhängig vom Dampfdruck im Bienenstock.

Varroawetter – wann kann ich behandeln? Zum Vergrößern klicken.

Wichtig für Imker

Regelmäßige Varroakontrollen und konsequente Behandlung sind unverzichtbar. Sprechen Sie mit erfahrenen Imkerkollegen oder kommen Sie zu unserem Stammtisch – wir helfen gerne bei der richtigen Behandlungsstrategie.

Teile dieses Artikels basieren auf dem Wikipedia-Artikel Varroamilbe, lizenziert unter CC BY-SA 3.0.

Varroamilbe stark vergrößert Varroabehandlung
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Andreas Schurz · 1. Vorsitzender

0151 / 72107998 andreas@imkerverein-dombuehl.de